Giuseppe Madonia

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storie caleidoscopiche neues projekt 2010

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storie caleidoscopiche

Ketten, Medaillons, Steine, Lederbändchen, Schließen und eingelegte Papierseiten verschiedensten Materialien bilden die Bücher, die Giuseppe Madonia geschaffen hat. Die Seiten dieser Bände sind keinesfalls aus feinem, glattem Papier, sondern sie sind gewellt und lose eingelegt zwischen reich geschmückten Einbänden. Beim Öffnen der Bücher ist eine formenreiche, bunte Welt zu entdecken, die der Künstler mit seinen Collagen erschaffen hat. Gesichter, Bäume, Häuser, Landschaften, einzelne Buchstaben und geometrische Elemente der ikonographische Kosmos des Künstlers, der sich in seinen unterschiedlichen Werkphasen und gruppen immer wieder findet.

















In der Kombination von verschiedenen Formen und Farben visualisiert Madonia Ideen und Eindrücke und erzielt Atmosphären und Stimmungen. Er benutzt die Rückseiten bedruckter Buchseiten für seine Collagen, verwebt Papiere und Versatzstücke von Buchillustrationen und versieht diese mit unterschiedlichen Farben: Es entsteht so ein Kaleidoskop von möglichen Geschichten als Spiegel der bunten, vielschichtigen Außen-Welt. Der Betrachter ist aufgefordert, die Zusammenstellung der Farben, Materialien und Formen auf sich wirken zu lassen – denn ob nun die Collagen bei langsamem oder raschen Blättern betrachtet werden, so nimmt der Betrachter doch immer Geschichten wie durch ein Kaleidoskop wahr.

Gebannt wird dieser Spiegel einer alltäglichen Welt nicht etwa zwischen zwei hermetisch verschlossenen Buchdeckeln, sondern zwischen Buchdeckeln, die behutsam umschließen und Lust machen auf eine Entdeckungsreise ins Innere. Die Einbände wirken wie Schätzkästchen und werden in ihrer scheinbaren Kostbarkeit sogar mal von einer Art Lesebändchen begleitet. Sie weisen goldfarbene Schließen und Lederbänder auf, die in ihrer Form an mittelalterliche Handschriften erinnern. Sie sind mit Steinen, Ketten, Kugeln und anderen Gegenständen verziert - sie behüten das Kaleidoskop des Alltags wie ein Schmuckkästchen.

Die verwendeten Materialien jedoch widersprechen diesem allzu wertvoll wirkenden ersten Eindruck: Madonia benutzt Reste von Plastikeinbänden, Modeschmuck, Teile von Kinderspielzeug, Metallstücke und Gummilitzen. Die Einbände scheinen teils in Leder gefasst, das sich bei näherer Betrachtung als bemaltes Kunstleder entpuppt - die wertvoll wirkenden Einbände bestehen also ebenso aus Dingen des alltäglichen Lebens wie ihr Innenleben. Aber gerade durch die Form ihrer Verwendung bilden diese die Kostbarkeit und die Schönheit der Alltäglichkeit ab. Die Bücher verwenden Fundstücke neu, die bereits aussortiert worden waren, und beleben diese banalen, abgelegten Gegenstände als Objekte eines Kunstwerks wieder und spiegeln darin, was sie im Grunde sind: Ausdruck der wunderbaren und wertvollen Alltäglichkeit.

Dr. Brigitte Reineke, Kunsthistorikerin, Dezember 2010





lauter stille
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